Porphyrios, ‘Contra Christianos’.

Neue Sammlung der Fragmente, Testimonien und Dubia mit Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen.

Matthias Becker, Boston: De Gruyter, 2016, 624 p.

Beschreibung

Die Sammlung, Selektion und Anordnung der Fragmente und Testimonien der porphyrianischen Schrift Gegen die Christen (entstanden nach 270/271 n.Chr.) gestaltet sich seit über 100 Jahren schwierig: Nicht alle Texte, die Adolf von Harnack (1916) und andere dieser Schrift zugeordnet haben, können Porphyrios sicher zugewiesen werden. Die vorliegende neue Sammlung bietet nicht nur einen aktualisierten Bestand von 132 Texten, welcher die neuesten Forschungsergebnisse aufgreift, sondern auch eine Textzusammenstellung, die erstmals zwischen authentischen Fragmenten und Testimonien einerseits und Dubia andererseits unterscheidet. Die Partien des anonymen Hellenen aus dem Apokritikos des Makarios Magnes, welche in alle bisherigen Ausgaben von Contra Christianos aufgenommen wurden, sind aus dem Textbestand ausgeschieden. Durch die deutsche Übersetzung und Erstkommentierung werden die überlieferten Textbruchstücke vollständig erschlossen. Zudem wird Contra Christianos in den größeren Zusammenhang einer Konkurrenz zwischen paganen Platonikern und Christen eingebettet und als Zeugnis einer Bedrohungskommunikation des Porphyrios interpretiert.

(Verlagstext)

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

  1. Porphyrios und sein Werk Contra Christianos – Einleitungsfragen

1.1 Biographisches zu Porphyrios

1.2 Titel, Umfang und Bezeugung des Werks Contra Christianos

1.3 Datierung, Entstehungsort, Anlass

1.4 Die Quellen des Porphyrios

  1. Porphyrios und die christliche Bedrohung

2.1 Bedrohungskommunikation als Indikator für Bedrohung

2.2 Das Christentum als Zäsur: Die Zeitdimension der Bedrohungskommunikation

2.3 Was und wer ist bedroht? Die Sach- und Sozialdimension der Bedrohungskommunikation

2.3.1 Die politische Ordnung

2.3.2 Die religiöse Ordnung

2.3.3 Die Alleinstellung und Authentizität der pagan-platonischen Philosophie

2.4 Strategien des Umgangs mit der christlichen Bedrohung im Überblick

2.4.1 Angriff auf die Bibel und christliche Auslegungsmethoden

2.4.2 Angriff auf das biblisch-christliche Gottesbild und Jesu Göttlichkeit

2.4.3  Angriff auf biblische und außerbiblische Referenzfiguren der Christen

2.4.4 Historisierung und religionsgeschichtlicher Vergleich

2.4.5 Kritik zeitgenössischer kirchlicher Zustände

  1. Zur vorliegenden neuen Textsammlung

3.1 Überblick über bisherige Textsammlungen und Übersetzungen

3.2 Methodischer Ansatz, Aufbau und Anordnungsprinzipien

3.3 Textumfang: Ausgelassene und neue Textstücke

3.4 Konkordanz und Fundstellenübersicht

II. Contra Christianos: Texte, Übersetzungen, Anmerkungen

  1. Sicher zuweisbare Texte, erste Abteilung: Fragmente (= F.) und Testimonien (= T.) mit Buchzuweisung

1.1 Aus Buch 1

1.2 Aus Buch 3

1.3 Aus Buch 4

1.4 Aus Buch 12

1.5 Aus Buch 13

  1. Sicher zuweisbare Texte, zweite Abteilung: Fragmente (= F.) und Testimonien (= T.) ohne Buchzuweisung

2.1 Zu Texten des Alten Testaments

2.2 Zu den Evangelien und Evangelisten

2.3 Zu Jesus Christus und seinen Aussprüchen

2.4 Zu den Aposteln

2.5 Vermischtes

  1. Abteilung drei: Nicht sicher zuweisbare Texte (Dubia = D.)

III. Anhang

  1. Verzeichnis der Abkürzungen
  2. Bibliographie

2.1 Kritische Editionen, Ausgaben, Übersetzungen

2.2 Zitierte Literatur

  1. Register

3.1 Stellenregister

3.1.1 Bibelstellen (inkl. deuterokanonische Schriften)

3.1.2 Antike und mittelalterliche Autoren

3.2 Namensregister

3.3 Geographisches Register

3.4 Sachregister

Link: http://bmcr.brynmawr.edu/2017/2017-01-55.html

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